Habeas Corpus − Antomia dell’Imaginazione e Visioni dell’Assoluto

Habeas Corpus − Antomia dell’Imaginazione e Visioni dell’Assoluto



Titel: Habeas Corpus − Antomia dell’Imaginazione e Visioni dell’Assoluto
Titel: Klangdomversion für digitale Soundtracks und Zirkonium
Autor: Murat, Valerio
Datum: 2010
Type: Sound
Abstract: Wenn die heutige Musik sich als eine aus der Antike natürlich gewachsene Musik manifestiert, dann tröstet uns der Gedanke, dass die Zeit nicht mehr der lineare Tyrann ist, der die Sinne und die Erinnerung betrübt, sondern dass sie großartiger Zeremonienmeister von Ereignissen und Vermittler von vielfältigen Verbindungen ist. Eine privilegierte Bedingung, die für mich von Hermes Intermedia das unabdingbare Paradigma unseres ästhetischen Erlebnisses darstellt. Die glückliche Koexistenz der Vielfalt, die sich daraus ergebende Abschaffung jeglicher Klischees von Konflikten und die fortschreitende Ergänzung der Künste stürzen uns also in eine neue Dimension, in der die Erfindung nicht mehr eine Geißel der Verschiedenheit ist, sondern sich ein Wissen behauptet, das nicht mehr trennt und das aufmerksamer ist für den hektischen Wandel, den wir in der Welt erleben. Daher der Körper: Er ist der Ort, in dem der imaginierende Geist wohnt. Er selbst ist Zeichen und Schrift. Er ist der Ort, an dem das Äußere zum Inneren wird, wo Emotionen die Welt entschlüsseln, indem sie sie in Worte und Sprache sublimieren. Er ist der Ort, in dem die Vibrationen den Raum erfassen und zu den notwendigen Figuren der Musik, der Poesie und des Tanzes gerinnen. Ein vertikales Schicksal, könnte man sagen (für viele Hypothese seiner göttlichen Analogie), das den Körper transformiert: vom Gefängnis des Geistes und vom Objekt, das jede Art von Schmerz erlebt, in einen Ort des Rechts und der Kenntnis. Von hier aus entwickelt er sich, in seiner höchsten Anspannung, zum Ort der Imagination und zum synästhetischen Instrument der Kreativität. »Habeas Corpus« ist also der Schoß, in dem sich die einzelnen Fragmente der kreativen Anstrengung in Visionen der Vielfalt verwandeln, deren Zeichen ihren Sinn und ihre Ordnung in der intermedialen Schrift finden. Der glühende Rhythmus der Kreation löscht jede anatomische Zersplitterung, um im Atem der Seele und des Körpers zusammenzufließen.
Extent: 00:17:08
URI: http://hdl.handle.net/10858/17198
Producer: ZKM | Institut für Musik und Akustik

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